Bruud

Das Quärklabruud – der Eiweißlieferant für deine Muckis

Kennt ihr noch den Geruch als ihr die ‚Stube‘ eurer Oma betreten habt und sofort den stinkefüßigen Geruch der Quärkla in der Nase hattet, die gerade auf dem Kachelofen in der Ecke laufen? Und mit laufen meine ich tatsächlich laufen, denn ein Quärkla ist nur ein echter Quärkla, wenn man Angst haben muss, dass der Brotbelag wegläuft.

In meiner Kindheit hatte ich viele Berührungspunkte mit dem Quarkkäse. Neben dem Kachelofen meiner Oma war es vor allem die Fränza, ein Wirtshaus zwischen Christusgrün und Lippertsgrün, zu dem ich jeden Sonntag von meinem Vater über den Spitzberg gejagt wurde, um dort zwischen Hirschgeweihen und Stammtischparolen eine Spezi zu trinken und a gouds Quärklabruud zu essen. 

Die Zugezogenen Nicht-Frankenwäldler werden sich jetzt fragen, was dieser Quärkla überhaupt ist. Es handelt sich hierbei um einen fettarmen (kannste sogar damit abnehmen), eiweißreichen Sauermilchkäse. Durch Zentrifugation wird hier Milch und Rahm in der Kuhmilch getrennt, diese Magermilch wird dann durch Milchsäurebakterien dick gelegt und zu Kugeln geformt. Diese Kugeln werden dann erwärmt und wenn der Käse quasi davonläuft, ist er bereit für das Bauernbrot, Salz, Pfeffer und Kümmel. 

Wer den Quärkla neu erfinden möchte, sollte das Bauernbrot schön rösten, Avocado darauf zerdrücken und den Quärkla darauf schön plattdrücken. Wer es etwas deftiger mag, kann das klassische Quärklabrot mit ein paar angebratenen Champignons oder einem Spiegelei verfeinern. 

Das ist auch das Schöne am Quärkla: Man kann ihn super kombinieren und es schmeckt einfach immer. Foodporn for Dummies quasi…

A gouds Quärklabruud is einfach was Gouds.

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